Der Blick von Reginald Scot

„Genauso wie es eine Verzauberung oder Verhexung durch böse Blicke gibt, die Unheil bewirkt, gibt es verhexende Blicke, die zum Gegenteil, zur Liebe führen, oder die doch zumindest guten Willen und Zuneigung hervorrufen.
Denn wenn die Verzauberung oder Verhexung durch die Begierde, den Wunsch oder
das Gelüsten nach irgendeiner schönen Gestalt oder einer Liebesbezeugung entstanden oder hervorgerufen worden ist, ist das Gift durch die Augen eingedrungen, auch aus großer Entfernung, und der Eindruck einer schönen Form gelangt ins Herz des Liebenden, wo er das Feuer entfacht, an dem er dann leidet.
Und weil das süße, zarte Blut des ( oder der) Geliebten dort wandert, ist sein ( oder ihr) Bild im eigenen Blut strahlend vorhanden und kann dort nicht zur Ruhe kommen; und geheilt werden kann es nur, wenn das Blut dessen, der verwundet ist, zurückfließt und eindringt in den der es verwundet hat. „